Das konnte 2017 erreicht werden:

Zusätzlich zu den vielen Patenschaften und regelmäßigen Hilfen konnten wir 2017 folgendes unterstützen:
Leprakolonie Ranchi: Fertigstellung der kompletten Renovierung mit Anbau / Finanzierung im Vorjahr (siehe extra Artikel)
Leprakolonie Ramgarh: Finanzierung des Schulbesuchs von 24 Kindern der Kolonie (siehe extra Artikel)
– Finanzhilfe für 49 Schulkinder in Twaitnampui, einem ganz armen und entlegenem Gebiet im Nordosten Indiens. Dort gibt es weit und breit keine Schule, keine Krankenstation etc.. Nun wurde dort eine kleine Schule mit Hostel gegründet. Alles ist sehr einfach und ärmlich, aber die Menschen sind so froh und dankbar für Hilfe.
Aufbau eines kleinen Ladens in der Hauptstadt Assams zur Vermarktung der gewebten, genähten, bestickten Waren, die arme Frauen im WDC (Frauen-Förderzentrum) hergestellt haben. Ebenfalls Finanzierung von Materialien wie Stoffen, Garnen, Perlen etc. zur Herstellung der Waren.
Straßenkinder Kalkutta: Finanzhilfe beim Grundstückkauf. Für die ältesten Mädchen soll ein Haus gebaut werden. Sie müssen mit 18 Jahren „Nav Jeevan“ verlassen, wenn sie weiterführende Schulen besuchen oder in Ausbildung sind. Behördenauflage !!
„Angels Garden“ Bangalore: Finanzhilfe für den Bau einer Garage und die Schulförderung neuer, armer Mädchen, die bei ihren Eltern leben, deren Schulausbildung aber gesponsert wird.
Behinderteninternat „Asha Bhawan“: Finanzierung von 7 Bein- und Hüftoperationen, sowie die Nachfolgebehandlungen, Hilfsmittel wie Schienen, Gehhilfen etc.
Allen die uns dabei mitgeholfen haben durch aktive Mitarbeit, Flüsterpropaganda, Spenden, Patenschaften und auch  Zuspruch und Anregungen, sagen wir ein herzliches Dankeschön !!!

Advertisements

Leprakolonie Ramgarh: 24 Kinder dürfen jetzt die Schule besuchen !

Lepra heißt oft – ausgestoßen sein
Lepra ist in Indien immer noch ein Problem, auch wenn die indischen Behörden das leugnen. Dort gibt es noch immer die meisten Leprakranken weltweit, auch die Neuansteckungsrate ist am höchsten. (DAHW und WHO) Kinder von ehemals Leprösen, sind wie ihre geheilten Eltern trotzdem Ausgestoßene der Gesellschaft. Aus Angst vor Ansteckung dürfen sie in vielen Regionen nicht zur Schule, keine Busse benutzen usw., wohnen meist abseits der Bevölkerung in Lepra- Kolonien.
Immer wieder unterstützen wir die Schulbildung solcher Kinder in Schulen und Internaten außerhalb, wo niemand ihre Herkunft kennt. Nun wagen die Franziskanerinnen und wir als Unterstützer etwas Neues. Mit großer Freude können wir berichten, dass wir 24 Kinder aus der Leprakolonie Ramgarh in unser regelmäßiges Schul-Unterstützungsprogramm 2017 zusätzlich aufnehmen konnten. Die Kinder werden abgeholt, zur Schule der Schwestern und auch wieder zurück in die Lepra-Kolonie gebracht. Weiterhin bekommen sie noch extra Förderung und Hausaufgabenhilfe nach der Schule, damit ihnen das Lernen einfacher fällt. Natürlich wird das alles begleitet durch intensive Aufklärungsarbeit speziell der anderen Eltern und Kinder. Geheilte Lepra ist nicht mehr ansteckend auch wenn Lepra-Verstümmelungen sichtbar sind !!! (Seit vielen Jahren leisten die Franziskanerinnen vor Ort intensive Aufklärungsarbeit der Bevölkerung.) Anfangs gab es Schwierigkeiten mit den „gesunden“ Eltern und Schülern an der Schule, doch der Widerstand wird weniger. Das erste Schulhalbjahr ist gut angelaufen und viele Kinder sind unheimlich stolz, jetzt wie andere Kinder zur Schule gehen zu dürfen.

Leprakolonie Ranchi komplett renoviert und angebaut

Zur großen Freude aller Bewohner der Leprakolonie Ranchi ist die komplette Renovierung und ein kleiner Anbau 2017 fertig gestellt worden. Das wurde fröhlich gefeiert. Und jede Familie bekam ein Einweihungsgeschenk: einen Ventilator und einen Schnellkochtopf zum Energie sparen, der auch auf dem Lehmfeuerofen genutzt werden kann.
Was wurde gemacht? Vier weitere kleine 1-2-Raum-Hütten wurden angebaut. Die Außenbereiche und Gänge zu den Wohnungen bekamen einen Betonfußboden (vorher gestampfter Lehm), sodass jetzt alles sauberer ist, was in der langen Monsunzeit mit sintflutartigen Regenfällen besonders wichtig ist. Grundsätzlich wurden die Wände erhöht, damit zukünftig ein Ventilator die sengende Hitze im Raum etwas erträglicher machen kann. Türen und einige Wände wurden durch neue ersetzt, ebenso gab es größere Dächer, die besser vor Sonne und Regen schützen. Elektrizität gibt es nun auch in der Kolonie. Toiletten, Hauswände, Außenmauer, Brunnen und vieles mehr wurden grundsaniert und erhielten einen neuen, frischen Anstrich. Bei vielen Arbeiten halfen auch einige kräftigere Männer der Kolonie mit, die dies von ihrer Erkrankung schaffen konnten.
All dies wurde möglich  durch Spenden des Lepra-Arbeitskreises Langförden und der Firma Fahling/ Lohne. Dafür danken wir als Arbeitskreis, unsere Projektpartner -die Samaritan Schwestern und die betroffenen Menschen in Indien ganz herzlich.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

5. Adventsmarkt Bakum 2017

Der Bakumer Adventsmarkt fand in diesem Jahr auf dem Pausenhof der Johannes Schule statt. Mit viel Freude und Engagement waren tatkräftige Helfer und wir schon Wochen vorher am Sägen, Werken, Basteln, Backen und Kochen. Der Einsatz lohnte sich: insgesamt konnten wir viele schöne und leckere Dinge für den guten Zweck verkaufen. Auch viele andere Vereine und Gruppen hatten sich tüchtig ins Zeug gelegt. In den Abendstunden fing es dann auch noch an zu schneien. So bekam der gemütliche, kleine Adventsmarkt auch noch ein winterliches Ambiente.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Suppenessen und Kaffeetrinken für den guten Zweck

Anfang Oktober zu Erntedank füllte sich das Pfarrheim Bakum wieder zum traditionellen Suppenessen.“Futtern für den guten Zweck“ – so unser Motto. Ende Oktober luden wir nun zum 2. Male nach der Gräbersegnung in Bakum zu Kaffee und Kuchen ins Pfarrheim ein, was trotz Sturmwarnung gut angenommen wurde.

Firma Fahling / Lohne spendet 7000 €

Ein herzliches DANKESCHÖN allen Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung der Firma Fahling für die großzügige Spende . Auf der Weihnachtsfeier des Betriebes wurden 3500 € bei einer Verlosung eingenommen. Diese Summe wurde dann durch die Geschäftsleitung verdoppelt. Seit vielen Jahren unterstützt das Unternehmen Fahling mit seinen Mitarbeitern die Arbeit der Indienhilfe Bakum.
(v.l.: Elisabeth Evers-Indienhilfe, Geschäftsführung Kathrin Jehle und Theresa Steinkamp, Marietheres Stoppel und Tanja Hamann- beide Indienhilfe Bakum)

dsc06042

Witwen: früher verbrannt-heute diskriminiert / Ein Haus für Witwen in Assam

20161008_134904Ende 2016 wurde ein weiteres von uns finanziertes Haus für ein Witwenprojekt fertig gestellt. Witwen, auch ganz junge Frauen mit kleinen Kindern, sind in Indien aufgrund alter Traditionen rechtlos, mittellos und ausgegrenzt. Schon ihre Schatten soll Unglück bringen. Früher wurden sie daher oft mit ihrem verstorbenen Ehemann verbrannt, heute sind sie stark diskriminiert.
Unsere Projektpartner arbeiten seit geraumer Zeit daran, dieses Bewusstsein schrittweise zu verändern, durch eigenes Vorleben und Aufklärung. Sie machen die Witwen in Selbsthilfegruppen stark, vermitteln ihnen Wert und Würde. In dem nun fertigen Haus, ist eine Gemeinschafts- und Arbeitsstätte für diese Frauen entstanden. Hier erlernen sie auch handwerkliche Fähigkeiten, um sich ein Einkommen zu erarbeiten: Herstellung von Kerzen, Besen, Knabbereien und Einwegtellern/-schalen, die mit Hilfe einer handbetriebenen Maschine aus Palmblättern gepresst werden. Auch wird gemeinschaftlich Geld gespart für Notlagen einzelner Frauen.
Wir freuen uns sehr durch viele Spendengelder und Aktionseinnahmen hier mithelfen zu können. Herzlichen Dank allen Spendern und Mithelfern!

dsc00548