Der 2.Preis / Ehrenamtspreis 2020 des Bistums Münster wurde verliehen an den Arbeitskreis Indienhilfe

Große Freude im Arbeitskreis: Unter 69 Gruppen wurden wir vom Bistum mit dem 2. Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Eine tolle Anerkennung für 21 Jahre Indienhilfe mit allen Erfolgen und Schwierigkeiten !!!!! Wir verstehen den Preis aber auch als eine Anerkennung für unsere engagierten Partner/innen in Indien, die sich tagaus, tagein für Mädchen, Frauen, Witwen, Menschen mit Lepra oder Behinderung einsetzen und für deren bessere  Lebenschancen kämpfen.

Zum FILM und ARTIKEL:

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/bakumer-frauen-leben-seit-20-jahren-freundschaft-mit-indien

 

v.l. im „Corona Style“: Kerstin Meyer, Bettina Stukenborg (beide Indienhilfe), Kerstin Stegemann ( Vorsitzende des Diözesankomitees), Bischof Dr. Felix Genn, Marietheres Stoppel (Indienhilfe)

 

Die Laudatio von Kerstin Stegemann, Vorsitzende des Diözesankomitees, finden Sie hier:Laudatio_Arbeitskreis_Indienhilfe_Bakum

Wir unterstützen die Notfall- und Hungerhilfe in Indien

Seit Monaten erreichen uns erschütternde Berichte und Bilder von unseren Projektpartnern (innen) in Indien. Das Elend vieler Menschen dort ist katastrophal.
Die Corona Pandemie ist jetzt eine Hunger Pandemie (Caritas International), auch in Indien.
Monatelanger Lockdown, ein schwerer Zyklon im Westen und nun auch noch schwere Überflutungen durch den Monsun und überquellende Flüsse. Indien steht jetzt weltweit an 3. Stelle der Corona Infektionen. (Dunkelziffer ist viel höher)

Monate kämpfen unsere Schwestern, um das Leid der Armen dort zu lindern. Wir unterstützen sie durch Finanzhilfen, die wir zu ihnen in unterschiedliche Regionen schicken. Davon werden Lebensmittel, Masken, Seife, teils auch Plastikplanen zum Schutz gekauft, die sie unter den notleidenden Menschen verteilen. Durch Sondergenehmigungen ist ihnen das erlaubt, trotz Lockdown. Sie klären über Schutzmaßnahmen auf und packen an, wo sie können. Im Straßenkinderprojekt in Kalkutta, helfen sogar die älteren Mädchen mit Masken zu nähen, Lebensmittel zu portionieren und zu verpacken.

Warum ist die Lage so verheerend? Millionen Menschen dort sind Tagelöhner. Sie leben von der Hand in den Mund, von dem was sie täglich als Rikschafahrer, Arbeiter auf Feldern oder in Fabriken, als Hausmädchen, Dienstleister am Straßenrand etc. verdienen. Corona Lockdown bedeutet für sie: keine Arbeit, kein Geld, keine sozialen Auffangsysteme, keine Arztbehandlungen, Hunger, oft Krankheit, sogar Tod. Auch die Lage in den Dörfern ist sehr bedrohlich. Die Felder konnten nicht bearbeitet, Ernten nicht eingeholt werden. Das Saatgut, es war für die nächste Aussaat bestimmt, wurde oft aus Hunger gegessen. Hinzu kommen die Verwüstungen durch den Zyklon und jetzt die Überschwemmungen. Und die sowieso vielerorts schlechte medizinische Versorgung ist in Corona Zeiten oft gänzlich überfordert. Katastrophale Bedingungen herrschen in vielen Krankenhäusern. Zum Arzt können sowieso nur die, die Geld haben. Die Hilfsmaßnahmen der Regierung erreichen viele Menschen nicht.

Fotos:  Hilfsaktionen im Großraum Kalkutta, in Assam und Jharkhand , die von uns bisher finanziert wurden / Verwüstungen durch den Zyklon.

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Firma J&H Fahling / Lohne spendet 8000 €

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter und an die Geschäftsführung der Firma J&H Fahling / Lohne. Bei einer Verlosung auf der letzten Weihnachtsfeier der Firma, kamen in diesem Jahr 4000 € zusammen. Die Geschäftsleitung verdoppelte diesen Betrag auf stolze 8000 €. Auf diese Weise unterstützt die Firma seit vielen, vielen Jahren die Lepra Arbeit und die schulische Ausbildung der Kinder aus den Leprakolonien. Fantastisch !!!!!
Foto vorne von links: Theresa Steinkamp und Kathrin Jehle, Geschäftsführerinnen der Firma Fahling
hinten von links: Marietheres Stoppel, Elisabeth Evers und Margret Meyer, Indienhilfe Bakum e.V.

20 Jahre Indienhilfe Bakum

Gründungsmitglieder unten von links: Pfarrer Josef Honkomp und Leila Janssen. Oben von links: Maria Hartke, Annegret Wienken, Marietheres Stoppel, Marita Arkenau, Maria Bohmann, Birgit Zerhusen.

Vor 20 Jahren gründete unser damaliger Pfarrer Josef Honkomp, der leider in diesem Jahr verstorben ist, zusammen mit Leila Janssen, die Indienhilfe Bakum. Anfangs führte uns Leila intensiv in die Indienarbeit ein, die sie zuvor engagiert aufgebaut hatte. Dann ging sie in den wohlverdienten Ruhestand.
Viel ist in diesen 20 Jahren für die Ärmsten der Armen in Indien geschehen. Erheblich ausgebaut wurden Patenschaften für arme Dorfmädchen. Behinderte Mädchen, Straßen- und Slumkinder. Kinder aus Leprakolonien kamen nach und nach dazu. Momentan sind es über 340 Patenschaften. Weit über 1000 Mädchen erhielten so in diesen Jahren Schulbildung und somit eine Chance auf ein besseres Leben. Das ist schon beglückend. Denn Bildung ist der Weg, um aus Armut und Chancenlosigkeit aus eigener Kraft heraus zu kommen.
Weiterhin bekamen viele junge Frauen eine Ausbildung und Hilfen zur Existenzgründung. Wie Sie ja alle wissen werden Mädchen und Frauen in Indien oft stark vernachlässigt, sind oft benachteiligt und chancenlos.
Zusätzliche Hilfen konnten geleistet werden: Z.B. Aufbau und Start eines Hilfsprojektes für behinderte Kinder und ihre Eltern; Finanzhilfe beim Bau des Straßenkinderhauses, dem Projekt Angels Garden und einem Frauenhaus; Renovierung der Leprakolonie Ranchi; der Bau eines Internates und eines Hauses für die Witwen in Assam, denn sie werden oft wie Ausgestoßene der Gesellschaft behandelt; ein Auto für unsere 3 Kalkutta- Projekte……um nur Einiges zu erwähnen.

Mittlerweile sind viele Gründungsmitglieder in „Rente“ gegangen, helfen aber gerne mit, wenn Hilfe gebraucht wird. Herzlichen Dank für ihr jahrelanges Engagement. Der Arbeitskreis hat sich verjüngt und wir freuen uns, weiter mithelfen zu können, dass Mädchen, Frauen und Leprakranke mehr Zukunftsperspektiven und mehr Chancen auf ein würdevolleres Leben in Indien haben…..
Herzlich danken möchten wir  allen,
die in den vergangenen 20 Jahren mitgeholfen haben
durch Patenschaften, Spenden, praktische Mithilfe, durch Ermutigung und Flüsterpropaganda…..  Dadurch ist so viel möglich geworden. DANKE !!!

 

Bakumer Adventsmarkt 2019

Auch 2019 waren wir  wieder mit einem Stand auf dem Adventsmarkt in Bakum vertreten. Das Wetter war zwar nicht das allerbeste, aber wir hatten viel Spaß beim Verkaufen und im Kontakt mit den Besuchern und anderen Bakumer Vereinsmitgliedern. Bei alkoholfreiem Punsch, Gebäck und leckerer Hühnersuppe lies es sich gut aufwärmen und Plaudern. Und es gab viel Selbstgemachtes zu kaufen: Gestricktes, Gebackenes, Eingekochtes, Gemaltes, Gewerktes und Gebasteltes….. Ein Dank dem Handels- und Gewerbeverein, der Johannesschule und dem Bauhof, dass sie diesen Adventsmarkt ermöglichen.

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Suppen „futtern“ 2019

Sonntag 29.September war es wieder soweit. Viele dampfende Suppen warteten zur Erntedankzeit wieder auf viele Esser. Und die ließen nicht lange auf sich warten und „verputzten“ alles, bis auf einen kleinen Rest.

Besuch aus Indien

Im Juli/ August besuchten uns über 2 Wochen Sr. Betsy, Leiterin des Frauen-Entwicklungszentrum WDC und Sr. Annie, Provinzleiterin von Nord-Ost-Indien. In Bakum, Vechta und Steinfeld hielten sie Bild-Vorträge über ihre vielfältige Arbeit in dieser teils recht unterentwickelten Region. Natürlich standen auch die Schönheiten der Region, sowie der Besuch einiger sozialer Einrichtungen hier auf dem Program. Und die Gemütlichkeit kam auch nicht zu kurz. In vielen Gesprächen erfuhren wir viel über die Projekte, über die vielen Gesichter der Armut, über die verheerende Flut in Assam in diesem Sommer und darüber wie viele Mädchen dort aus bitterer Armut als billige Arbeitskräfte verkauft und entführt werden, …..
In diesem so heißen Sommer fühlten sich unsere Sisters wie in Indien. Wir alle genossen die gemeinsame Zeit und den Austausch sehr.

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Kalkutta: 120 Slumkinder erhalten jetzt jeden Tag ein gesundes Mittagessen

Schon viele Jahre unterstützen wir im Slumkinderprojekt die Schulvorbereitung, extra Förderung und Schulbildung von 50 Kindern aus einem Bahndamm Slum in Kalkutta. Wegen vielschichtiger Finanzprobleme sollte das kostenlose Mittagessen für die insgesamt 120 Slumkinder wegfallen. Da wollten wir aushelfen. Das Mittagessen ist nämlich ein zusätzlicher Anreiz für viele Eltern, ihre Kinder zur Schule und zur Förderung zu schicken. Außerdem ist gutes Essen für die Entwicklung der Kinder und für´s Lernen eine Grundvoraussetzung. Wir finanzieren das Mittagessen für 120 Kinder in Kooperation mit dem Delmenhorster Creativ Team, das einen Teil seines Basarerlöses für diesen Zweck zur Verfügung stellt. Herzlichsten Dank dafür !!

Firma Fahling spendet für die Indienhilfe Bakum

Die Lohner Firma J.+H. Fahling spendete in diesem Jahr 7500 € . Die Idee ist einfach klasse. Auf der Weihnachtsfeier der Firma werden alle Weihnachtsgeschenke der Lieferanten verlost. Die Mitarbeitern können Lose kaufen und die Geschäftsführung verdoppelt dann den Erlös. Über 20 Jahre unterstützt Firma Fahling die Indienhilfe Bakum und damit v.a. die Lepraarbeit und die Schulbildung der Kinder aus den Leprakolonien. Wir sagen Mitarbeitern und Geschäftführung herzlich Danke für diese Treue und diese Unterstützung.
Foto von links: Kathrin Jehle (J.+H. Fahling), Birgit Zerhusen, Petra Arkenstette, Marietheres Stoppel (alle Indienhilfe) und Theresa Steinkamp (J.+H. Fahling)

Indischer Abend in Bakum

November 2018: Drei Frauen vom Arbeitskreis Indienhilfe Bakum,Marietheres Stoppel, Margarethe Meyer und Maria Thieke-Wacker, machten sich auf den Weg nach Indien, um die vom Arbeitskreis geförderten Projekte zu besuchen. Dabei ging es um Kontaktpflege und darum, ob das Geld auch wirklich gut angelegt ist. Am Montag, den 25.02.19  lud die Indienhilfe Bakum zu einem „Indischen Abend“ ein. Mit vielen Bildern und Videos unterlegt, erzählten die 3 M´s  vor ca. 45 Besuchern  von ihren Eindrücken und Erlebnissen. So berichteten sie zum Beispiel von den Straßen- und Slumkindern in Kalkutta, denen durch die Schwestern, die die Projekte leiten, Bildung ermöglicht wird. Das Geld dafür kommt z.B. aus den Patenschaften, die die Unterstützer des Arbeitskreises abgeschlossen haben. Ebenso verhält es sich bei den Mädchenprojekten Ambagaon und Pandua.
Noch immer werden in Indien Leprakranke und ihre Familien ausgeschlossen. Diesen Ärmsten der Armen zu helfen, sie aus ihrem Getto herauszuführen und die Kinder einem normalen Leben zuzuführen, das haben sich ebenfalls Schwestern in mehreren Leprakolonien im unwirtlichen Kohlerevier Indiens zur Aufgabe gemacht, mit finanzieller Unterstützung der Bakumer Indienhilfe. Berichtet wurde ebenfalls vom Mädchenprojekt Angels Garden in Bangalore und vom Behindertenprojekt Changsari, die ebenfalls Finanzhilfe erhielten.
Großen Raum in der Berichterstattung hatte auch das Woman-Development-Projekt in Assam. Hier werden Frauen und Mädchen in den abgelegensten Regionen sehr vielfältig gefördert, um ihr Leben und ihre gesellschaftliche Stellung zu verbessern.
Alles in allem waren  die drei Frauen von den Projekten begeistert. Es macht Freude, die Fortschritte seit den letzten Besuchen zu sehen und festzustellen, dass die Spendengelder gut angelegt sind. Die betroffenen Frauen, Mädchen und Schwestern wussten ihre Dankbarkeit in einer überwältigenden Gastfreundschaft auszudrücken. Für die Besucher war es ein gelungener und sehr informativer Abend. Zahlreiche Zusatzfragen und viele Gespräche zeigten dabei den Wissensdurst der Zuhörer.